Edelbrennerei Bischof und Franziska – Die Brennerin

Meine Eltern

Ihnen habe ich so vieles zu verdanken. Unter anderem auch die Arbeit, die ich heute machen darf.

Mein Vater Anton ist Landwirtschaftsmeister. Früher betrieb er auch noch Viehhaltung, heute bewirtschaftet er ‘nur’ noch 80 ha Ackerland. Er war es, der das mittlerweile fast 100-jährige Brennrecht in den 90er Jahren stärker fokussierte, in eine neue Brennanlage investierte und mit der Direktvermarktung begann. Zusammen mit meiner Mutter Anna vergrößerte das Sortiment, steigerte immerzu die Qualität, nahm an Prämierungen teil und gemeinsam führten sie die ersten Schnapsproben durch. Und das alles nur so nebenher, als Hobby.

Die Edelbrennerei Bischof war geboren.

Schon immer legten die beiden großen Wert auf die Verarbeitung nur bester Rohstoffe. Farbe- oder Aromazusätze waren seit jeher ein Unding. Nur die Natur sollte ins Glas – und das so aromareich wie möglich.

Und so begann in den 90ern auch unsere Rhöner Whiskytradition. Schon gut 10 Jahre vor der großen deutschen Whiskywelle begannen meine Eltern, das Kultgetränk herzustellen: nur aus eigenem Weizen gebrannt und in neuen Rhöneichenfässern aus der Region gelagert. Das weiche Wartmannsrother Wasser aus den Buntsandsteinböden im Schondratal darf da natürlich auch nicht fehlen.

Ihr seht, ich habe meinen Eltern wirklich viel zu verdanken. Auf ihre Arbeit durfte ich aufbauen und mit ihrem Vertrauen heute das weiterführen, was sie damals begonnen haben.

UND NUN DIE VIERTE GENERATION

Im Frühjahr 2015 erblickten meine ersten beiden Produkte ‘Rebell – Der Whisky’ und ‘Diwa – Die Zwetschge’ das Licht der Welt. Das war ein großer Schritt für mich und besiegelte die Entscheidung, die ich einige Jahre zuvor getroffen hatte: Ich möchte die Brenntradition in unserer Familie aufrecht erhalten und das landwirtschaftliche Brennrecht in 4. Generation weiterführen. Mein Urgroßvater Ludwig, mein Opa Kurt und mein Vater Anton haben in den vergangenen fast 100 Jahren ihre Brennerfahrungen gesammelt und nun ist es an mir meine eigenen zu machen.

 

Ich bin auf dem landwirtschaftlichen Hof meiner Eltern aufgewachsen und seit jeher erkenne ich den typischen Duft der Maische, wenn weiße Dampfschwaden aufsteigen und der Brennkessel geschürt wird. Jahr für Jahr durfte (und musste) ich bei der Ernte der Früchte mithelfen, Äpfel auf unserer Streuobstwiese auflesen. Mit meiner Mutter ging ich zum Heidelbeeren Sammeln in den Wald und ich half beim Einmaischen der Früchte.

Was ich im Kindesalter und der Pubertät mitunter auch nur recht widerwillig getan habe, bereitet mir heute wahres Vergnügen: Der Schnitt der Bäume im abklingenden Winter, die Pflege der Streuobstbestände, das ungeduldige Ausspähen auf die zu erwartende Ernte, das Sammeln der Wildfrüchte. Zu dieser naturverbundenen Arbeit gesellt sich ein nahezu alchimistischer Part: das Einmaischen der Früchte und das Brennen am oktupus-ähnlichen Brennkessel.

Schließlich das Kosten – das Entdecken der neu erschaffenen Charaktere beim Destillieren der Maischen.  Allein deswegen macht mir diese Arbeit jetzt auch so viel Spaß. Früher konnte ich einfach nicht erahnen wofür mein Vater all diesen Aufwand betrieb!

Jetzt weiß ich es und es gibt kaum einen vergleichbar spannenden Moment als das Kosten der ersten Tropfen eines neuen Brandes.

EDELBRANDSOMMELIÈRE, BRENNERIN, BAUMEISTERIN, MUTTER.
DIE LETZTEN JAHRE HATTEN ES IN SICH.

Ausbildungen und Auszeichnungen, aber auch neue Produkte und Betriebsinvestitionen ließen nicht lange auf sich warten. Schließlich musste ich es irgendwie schaffen den Nebenerwerb meiner Eltern in meinen Haupterwerb zu verwandeln. Und das alles mit zwei kleinen Töchtern. Aber es hat geklappt: dank viel Familienzusammenhalt. Dank meiner Eltern und dank meinem Mann!

Im Frühjahr 2014 habe ich die Ausbildung und Prüfung zur Edelbrandsommelière an der TU Weihenstephan/Triesdorf erfolgreich absolviert. Die Berufsausbildung als staatlich anerkannte Brennerin durfte ich im Mai 2017 an der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau sehr gut abschließen. Seit Januar 2017 übe ich nun endlich meine Leidenschaft zum Brennerhandwerk im Haupterwerb aus. Das ist manchmal nicht so einfach, insbesondere da wir nach wie vor nur ein 300-Liter-kontingentiertes Brennrecht besitzen. Umso mehr gilt: Qualität und kleine Batches stehen vor Quantität!

Um unsere Begeisterung für das Handwerk und die feinen Tropfen mit Euch teilen zu können, haben wir auch kräftig gebaut: Im Juli 2017 eröffneten wir unsere Destillathek – die erste ihrer Art. Ein Ort, an dem Obstbrände, Whisky, Gin & Co endlich mal die Hauptrolle spielen. Gerne könnt ihr uns hier besuchen, Brände verkosten und kaufen.

Im Frühjahr 2018 dann ein besonderes Ereignis: Auf dem Craft Spirits Festival DESTILLE BERLIN wurde ich mit dem Titel ‘Best female distiller 2018’, also als Brennerin des Jahres, ausgezeichnet. Da war ich ganz schon platt. DANKE.

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